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Geführte Natur- und Foto-Rundreise durch Costa Rica im November 2019 – Ein Reisebericht

„Pura Natura“ Tour 2019

Im November 2019 war es soweit: Meine erste geführte Rundreise durch Costa Rica mit Schwerpunkt Natur, Menschen und Fotografie fand statt. Zum Testen habe ich 8 Freunde und Familienmitglieder dabei. Ziel war es, mehrere Tropica Verde Schutzprojekte zu besuchen und diese mit Natur-Highlights, Badetagen an beiden Küsten und intensivem Kontakt zur lokalen Bevölkerung zu kombinieren. Soviel schon mal vorab: Es waren 17 wunderbare Tage mit einer tollen Gruppe in beeindruckender Natur zwischen zwei Ozeanen! Und es war eine perfekte Zusammenarbeit mit unseren gastfreundlichen, lokalen Partnern.

Übernachtet haben wir in guten Eco-Lodges mit garantiertem Wohlfühlfaktor. Zweimal übernachteten wir auch tiefer im Wald in einfacheren Lodges inmitten unberührter Natur. Ein unvergessliches Erlebnis! Und mit Henry hatten wir einen lokalen, erfahrenen und umsichtigen Busfahrer, der uns immer mit einem Lächeln durch das Land chauffierte. Als Regenwaldschützer hat man natürlich ein schlechtes Gewissen wegen der Flugreise. Deshalb war es uns wichtig, eine hohe CO2-Kompensation zu integrieren und auch während der Reise mit der Gruppe Bäume zu pflanzen.

Unsere Reise hat in dem schönen Hotel „Posada del Quijote“ an den Hügeln von Escazu begonnen, etwa 40 min vom Flughafen entfernt. Man blickt von hier aus auf das Zentraltal und auf die abends glitzernd schöne Hauptstadt San José. Und man wundert sich, warum sie erst kürzlich zu hässlichsten Hauptstadt gewählt wurde… Ok, als schöne Perle offenbarte sich San José für uns nicht gerade, als wir uns frühmorgens durch den intensiven Verkehr Richtung Vulkan Irazu bewegten. Aber bereits kurz danach wurde es grüner, als wir durch die Gemüsekammer Costa Ricas an den Hängen des Vulkans Irazu fuhren. Hier wird viel Maniok (Yucca), Chayote (Kürbisfrucht), Korn, Mais und Kartoffeln angebaut. Wenig später ließen wir uns dann auf über 3500 m Höhe den kalten Wind am Rand des azurblauen Kratersees um die Nase wehen. Hier erlebt man die Klimascheide des Landes hautnah. Denn ab November regnen sich die nassen Passatwinde aus Richtung Karibik an den Kordilleren ab und wehen als trockene, heiße Fallwinde Richtung Pazifikküste. Eine echte Wetterküche. Warme Kleidung ist unbedingt empfohlen!

Im Anschluss besuchten wir die alte Hauptstadt Cartago mit seiner sagenumwobenen Basilika. Unser erfahrener lokaler Guide Enrique begeisterte uns mit vielen spannenden Geschichten aus dem Zentraltal, in dem heute auch der Großteil der 5 Mio. Ticos lebt. Den Nachmittag setzten wir mit einer „Regenwald light“ Einführung im Lancaster Garden fort, einer international renommierten Einrichtung zur Erforschung von Orchideen, Bromelien, Helikonien und anderen tropischen Pflanzen. Zum Abschluss des Tages schlenderten wir noch durch den wuseligen Mercado Central im Zentrum San Josés. Ein Muss für jeden San José Besucher, denn der Markt bietet viele lokale Früchte und Gemüse. An den gut frequentierten Essständen kann man sich bedenkenlos den Bauch mit lokalen Spezialitäten vollschlagen. Real Tico Style!

Am nächsten Morgen ging es für uns schon sehr früh los Richtung Puerto Viejo an die Karibikküste. Dabei durchquerten wir zunächst die Ausläufer des größten zusammenhängenden Waldgebiets Costa Ricas, den Bergregenwald Braulio Carrillo. Nebelschwaden hingen tief über den Wäldern und lieferten eine beeindruckende Atmosphäre. Nach 3 Stunden ging es bergab in das karibische Tiefland. Hier wird der Regenwald von riesigen Bananen-Monokulturen abgelöst. Die Zukunft dieser gewaltigen Plantagen ist ungewiss, da sich trotz intensivem Pestizid- und Fungizideinsatz weltweit ein Pilz ausbreitet, der wieder einmal diese Form des Anbaus bedroht, wenn sich keine resistente Bananensorte finden lässt.

Unser erstes Ziel an der Karibikküste ist eine ökologische Kakaoplantage, geführt von Enrique’s Tochter Ina in der Nähe Cahuitas. Es ist weniger eine Plantage als vielmehr ein schönes Stück Regenwald mit großer Artenvielfalt, indem eben auch Kakaobäume wachsen. Dieses Projekt ist Teil eines kleinen Kakao-Revivals in Costa Rica, denn hier hat vor über 30 Jahren ebenfalls ein Pilz alle großen Plantagen vernichtet. Auf Inas Plantage wird nichts gespritzt, sondern es werden lediglich die Kakaofrüchte geerntet, die durch natürliche Abwehrkräfte gewachsen sind. Und daraus wird eine hervorragende Edel-Schokolade ganz ohne Zusätze hergestellt, von der sich unsere Gruppe begeistert überzeugen konnte. Ein echt leckeres ökologisches Projekt! Zur Nachahmung empfohlen….

Auch die Tierwelt kam an diesem Tag nicht zu kurz: Im Küstenregenwald von Cahuita entdeckten wir Nasenbären, Waschbären, Kappuziner- und Brüllaffen, verschiedene Kolibriarten, grüne Basilisken und sogar eine Boa constrictor. Nach 3 h gemütlichem Schlendern über die Sandwege des Reservats ging es dann in unsere Unterkunft „Costa de Papito“ bei Puerto Viejo mit schönen Bungalows im Küstenwald und nahe am karibischen Traumstrand.

Am nächsten Morgen wartete eine etwa 3 stündige Wandertour durch dichten Regenwald auf uns. Unser Ziel war die Reserva „Finca Curré“, eines der ersten Waldschutzprojekte von Tropica Verde. Gemeinsam mit unserem Freund und lokalen Partner Thierry tauchten wir tief in den hunderte Jahre alten Primärwald ein. Ein „Juwel des Regenwalds“, wie ihn Wissenschaftler bezeichneten, der ohne den Schutz durch Tropica Verde schon vor 30 Jahren abgeholzt worden wäre. Thierrys Familie kredenzte uns nach der Wanderung ein leckeres organisches Mittagessen aus Gemüse und Früchten des eigenen kleinen Gartens. Die Gruppe lauschte fasziniert Thierry’s Ausführungen über die Entstehung des Schutzgebiets Finca Curré und seine heutige Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt und die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Danach gelangten wir zu Fuß wieder runter zur Küste und sprangen zur Erfrischung noch in die karibischen Fluten. Ein wunderbarer Naturtag lag hinter uns!

Am nächsten Tag besuchten wir das private Naturreservat „Las Brisas“ am Fuße des Turrialba Vulkans nahe Siquirres. Dieses Gebiet habe ich vor einigen Jahren entdeckt, und es besticht durch seine wunderbare Lage oberhalb der Tortuguero Ebene und seiner außergewöhnliche Artenvielfalt an Vögeln und Amphibien. Mit dem Besitzer und Naturschützer Don Erick bin ich seit dieser Zeit befreundet, und er versorgt uns mittlerweile sogar mit Setzlingen seltener Futterbäume für die bedrohten Großen Grünen Aras, die wir an unserer 80 km entfernten Aufforstungsfläche „Reserva Kinkajou“ wieder anpflanzen. Wer Frösche beobachten möchte, der ist bei einer Nachtwanderung in „Las Brisas“ mit Don Erick genau richtig. Bis in die Dämmerung umschwirrten uns viele Kolibriarten wie der Green Hermit, der Jacobin oder die Rostschwanz-Amazilie. Aber sobald die Sonne unterging erfüllte sich der Wald mit unzähligen Froschlauten. Wir wanderten mit unserer Gruppe gemütliche 3 Stunden durch den nächtlichen Wald und machten alle paar Meter Pause, um Tiere zu beobachten. Dazu zählten Baumnattern, Glasfrösche, seltene Laubfrösche, Baumstachler, Wickelbären und verschiedene Vogelarten, wie der große Potoo (ein seltener, eulenähnlicher Nachtvogel), Trogone und der Ameisen-Pita. Zudem entdeckten wir viele Insektenarten mit den skurrilsten Körperformen und Farben, meist gut getarnt und zum Teil handgroß. Die Gruppe entwickelte sich spätestens hier zu lauter kleinen Regenwaldforschern…

Die folgenden 2 Tage verbrachten wir dann in der etwa 80 km entfernten „Yatama Eco Lodge“ unseres Freundes Pedro Mendez Tam. In Horquetas ließen wir unseren Bus stehen, denn zur Yatama Lodge kommt man nur mit speziellen Geländewagen. Wenn man nach 45 min gut durchgeschüttelt ankommt, erwartet den Besucher eine großartige Natur in unmittelbarer Nähe zum Braulio Carrillo Nationalpark und zur geschützten Reserva Kinkajou von Tropica Verde. Die Lodge ist top ökologisch und wird über Solarenergie gespeist. Strom gibt es ohnehin nur wenige Stunden täglich, d.h. auch Warmduscher müssen hier hart im Nehmen sein… . Die Holzbungalows sind dafür schön harmonisch in den Wald integriert und über Holzstege miteinander verbunden. Allein auf den wenigen Metern vom Bungalow zur Gemeinschaftsterrasse kann man schon eine Menge Tiere entdecken. Geradezu meditativ wirkt der Essbereich mit Kochbar, wo leckere lokale Gerichte serviert werden, und wo man schnell mit anderen Naturfreunden in Kontakt kommt. Danach ein bisschen chillen auf der Terrasse und den Regenwaldgeräuschen lauschen, die mit der leisen Jazzmusik im Hintergrund verschmilzt. Ommmm …. .

Wir waren natürlich auch sehr aktiv, haben tagsüber Wanderungen gemacht, Bäume gepflanzt und das neue Tropica Verde Schutzgebiet „Reserva Kinkajou“ erkundet. Letzteres verlangte uns aufgrund seiner steilen Topographie einiges ab. Dafür wurden wir mit einem paradiesischen Bad im klaren, angenehm temperierten Fluss inmitten dichten Dschungels belohnt. Ein unerwartetes und eindrückliches Erlebnis! Auch Tierbeobachter kommen hier regelmäßig voll auf ihre Kosten: Bei meinen bisherigen Besuchen konnten wir so seltene Arten wie den Pygmäen-Ameisenbär, Maus-Opposums, Wickelbären (nachtaktive Kletterer, nach denen die Reserva Kinkaou benannt wurde), Manakins, Große Soldatenaras und den riesigen Baumgleitfrosch beobachten. Für Reptilien- und Amphibien Fans ist die Region ohnehin ein wahres Paradies. Von bunten Korallenschlangen, über knallgelbe Wimpern-Lanzenottern bis hin zu winzigen Erdschlangen wird man hier fündig. Durch die Aufforstung und den Erhalt des biologischen Korridors Reserva Kinkajou hat sich die Chance verbessert, den Artenreichtum langfristig zu schützen. Unser kleine Reise-Gruppe hat den aktiven Naturschutz hier auf jeden Fall sehr genossen und mit Hingabe einige Bäumchen gepflanzt.

Unser nächstes Ziel war das etwa 2 Autostunden entfernte Boca Tapada an der nicaraguanischen Grenze im Norden Costa Ricas. Auf dem Weg dort hin erkennt man, warum fast alle in Deutschland und Schweiz angebotenen Ananas aus Costa Rica kommen: Immer wieder durchfährt man großflächige Monokulturen der süßen Frucht, die durch den enormen Pestizideinsatz einen bitteren Beigeschmack bekommt. Ananaspflanzungen benötigen noch mehr Pestizide als Bananen und die Verseuchung des Trinkwassers ist ein bekanntes Problem. Unsere Gruppe diskutierte immer wieder angeregt, wie man mit der Situation umgehen könnte. Und man ist sich einig, dass ein Abschied von solchen Monokulturen hin zu kleinerer ökologischerer Anbauweise, bei gleichzeitig erhöhten Stückpreisen für uns Konsumenten, der einzig vernünftige Schritt wäre. Der Druck auf den verbliebenen Regenwald ist groß, denn die Monokulturen breiten sich kontinuierlich aus. Auch in dieser Region unterstützt Tropica Verde den Waldschutz, denn hier befinden sich die letzten Rückzugsgebiete der stark bedrohten Großen Soldatenaras. Deren Schicksal ist unweigerlich mit den großen Almendros verbunden, die gleichzeitig Futter- und Nistbäume für die farbenprächigen Aras sind. Und diese Almendros pflanzt und schützt Tropica Verde in ihren verschiedene Projekten.

Wir übernachten in den am Rio San Carlos gelegenen Bungalows der „Pedacito de Cielo“ Lodge, von wo wir mit unserem lokalen Guide Hugo wunderbare Wanderungen in die umliegenden Wälder und eine Bootstour entlang des Flusses bis zur costaricanischen Grenze machten. Auf den Touren erfuhren wir viel über Medizinalpflanzen und bestaunten Pfeilgiftfrösche, Kugelschuss-Ameisen (siehe Foto unten), Zeltfledermäuse und entdeckten frische Tapirspuren. Direkt an der Lodge bewunderten wir farbenprächtige Vogelarten, zu denen Passerini-Tangare, Bischofstangare, Veilchen-Trogone, Azur- und Kappennaschvögel oder Olivrücken-Organiste (siehe Fotos) zählten, um nur einige wenige aufzuführen. In den Bäumen tummelten sich grüne Leguane, Bunthörnchen und Spinnenaffen. Gruppen von Kleinpapageien und roten Aras kündigten sich schon von weither mit ihrem Geschrei an. Außerdem verbanden wir ein Abendessen mit Vogelbeobachtungen in der unter Ornithologen bekannten „Laguna de Lagarto“ Lodge, wo man den verschiedenen Tukanarten, Spechten, Eulen, den seltenen Königsgeiern oder den charakteristisch rufenden Oropendulas (siehe Fotos) sehr nahe kommen kann. Ein echtes Fest für Vogelbeobachter!

Nach so vielen tierischen Eindrücken, war es erst mal Zeit, einmal alles in Ruhe zu verarbeiten. Das taten wir am nächsten Tag am Fuße des gewaltigen Vulkans Arenal. In unserer komfortablen Eco-Lodge, mit Blick auf den Vulkankegel, sortierten wir unsere Fotos, lasen gemütlich ein Buch oder genossen ein Wellness-Bad in den vom Vulkan gespeisten, warmen Thermalpools. Tags darauf durchwanderten wir den privaten Naturpark „Mistico“, der den Besuchern erlaubt, auf Hängebrücken durch die bis zu 60 m hohen Baumkronen der Regenwaldbäume zu wandern. Auch wenn der Park touristisch gut besucht ist, kann man vor allem in der Nebensaison viele Tierarten wie den Blauschwanz-Motmot, die Greifschwanzlanzenotter, Kolibris sowie Spinnen- und Brüllaffen beobachten. Und wenn die Wolken die Sicht freigeben, erscheint der majestätische Arenal immer wieder aus einem anderem Blickwinkel. Beeindruckend!

Danach ging unsere Reise vom tropischen und feuchten Regenwald entlang des Arenal-Sees auf die Halbinsel Nicoya, in der von November – April Trockenzeit herrscht. Wir freuten uns daher auf Sonne und Strand und auf ein weiteres Tropica Verde Naturschutzgebiet: Die Reserva „Monte Alto“ bei Hojancha. Auf dem Weg nach Hojancha überquerten wir den Rio Tempisque, der in den Golf von Nicoya mündet. Der breite Fluss führt weit in den Norden und durchquert so wunderschöne Gebiete wie den Palo Verde Nationalpark. Die Uferwälder beherbergen unzählige Vogelarten wie Kingfisher (Eisvögel), Reiher, Störche, Löffler, Ibisse und Fischadler. Der Rio Tempisque selbst besitzt die größte Dichte an Spitz-Krokodilen, die bis zu 5 m lang und auch dem Menschen gefährlich werden können. Entsprechend viele Hinweistafeln gibt es hier. Über meinen lokalen Partner, den Kapitän Gabino, haben wir eine gemütliche Bootstour entlang des Flusses organisiert und sind bei strahlendem Sonnenschein  2 Stunden über den Fluss geschippert. Natürlich immer schön mit unseren Ferngläsern vor den Augen, denn es gab eine Menge zu entdecken….!

Wenig später erreichten wir die Reserva Monte Alto und wurden dort freudig von unseren lokalen Partnern Victor, dem Forstingenieur, und Miguel, dem Leiter der Fundacion Monte Alto, begrüßt. In diesem Tal ist in den letzten 30 Jahren ein kleines Wunder passiert: Aus einer abgeholzten, steppenähnlichen und teilerodierten Landschaft mit chronischem Wassermangel entwickelte sich ein artenreicher Sekundärwald. Durch die Zusammenarbeit der Stiftung Monte Alto in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, der ansässigen Bevölkerung und Tropica Verde konnten über 60% des 900 großen Tals wiederbewaldet werden. Sogar die Bäche führen das ganze Jahr wieder Wasser, weil sich durch die Bewaldung ein gutes Mikroklima entwickeln konnte. Mit unserer Gruppe blieben wir 2 Tage in der Reserva und übernachteten in der schönen, abgelegenen Natur-Lodge. Wer mag, schläft in den Einzelbetten mit Moskitoschutz auf der offenen Terrasse. Man liegt wirklich nahe an den Baumkronen und wird schon früh durch das Gebrüll der Brüllaffen geweckt. Jedes Jahr kommen neue Tier- und Pflanzenarten hinzu, denn die Waldflächen werden immer besser vernetzt, und dieser Mischwald ist mittlerweile ein Musterbeispiel für erfolgreiche Renaturierung. Allein in 2019 konnten wir über 1000 Bäume von knapp 40 verschiedenen Arten auspflanzen. Ein nicht nur für diese Region einzigartiges Wiederbewaldungsprojekt!

Das Ganze geschieht in vernünftiger Kombination mit kleinflächiger Agrarwirtschaft wie Kaffeeanbau und Zitrusplantagen. Wir haben uns die neuesten Aufforstungsprojekte angeschaut, mit Kaffeebauern geplaudert, haben auf Beobachtungsplattformen Vögel und Affen beobachtet und sind den steilen Pfad zum Mirador gewandert. Von dort aus kann man bei guter Sicht den Pazifik und den Golf von Nicoya sehen. Wir haben an der Umweltbildung für eine Schülergruppe teilgenommen, die regelmäßig im dortigen Schulungszentrum stattfindet. Kinder helfen immer wieder bei den Pflanzungen aktiv mit, um ein Gefühl für den Naturschutz zu entwickeln. Es war toll zu beobachten, mit wie viel Eifer die Kinder zeichneten und den Erläuterungen der Monte Alto Mitarbeiter lauschten!

Zum Abschluss der Reise ging es dann an den touristischen aber schönen Badeort Tamarindo mit seinen traumhaften Sandstränden und benachbarten Mangroven-Schutzgebieten. Wir verbrachten dort zwei Nächte im „La Ramona Charming Hotel“, wo die Besitzerin Mariana einen tollen und hilfsbereiten Service bietet. Von dort aus erreichten wir die Badestrände, die Wellenreitspots (Tamarindo ist eine bekannte Surfer Destination) und die kleinen Boote, die uns entweder zum menschenleeren Playa Grande (Laichgebiet der Lederschildkröten) oder tief in die Mangrovenwälder brachten. Hier beobachteten wir nochmals Baby-Krokodile und viele Wasservögel. Wir hatten in Tamarindo ausgiebig Zeit zu relaxen, zu  resümieren und abends den Wellenreitern bei einem Sundowner zuzuschauen.

Das Feedback war unisono: Eine wunderbare Reise durch ein echtes Naturparadies mit engem Bezug zu Naturschutzprojekten geht zu Ende und hat allen viel Spass gemacht!

Ich selbst kann nur sagen, dass mir diese erste geführte Tour extrem viel Spaß gemacht hat. Wir hatten nicht immer Wetterglück, denn es regnete an der Karibikküste häufig. Aber für einen Regenwald ist das ja auch normal, und nur dann sieht man die vielen bunten Amphibienarten gut. Es hat dem Programm keinerlei Abbruch getan, denn die landschaftlichen Abwechslungen, die Tierbeobachtungen und die immer freundliche Menschen haben für durchgehend gute Laune gesorgt. Und er Regen ist ja immer warm…. Der besondere Reiz meiner Pura Natura Tour ist sicher die Nähe zu den costaricanischen Partnern, denen es sichtlich Spaß macht, ihr naturnahes Leben und die eigenen Projekte den Besuchern näherzubringen.

Ich werde ab 2020 einmal jährlich eine solche Tour anbieten, präferentiell im November. Dank des konstruktiven Feedbacks der Teilnehmer werde ich die Tour weiter optimieren. Aber viel ist nicht zu ändern und das Konzept der Pura Natura Tour 2019 werde ich auch in 2020 großteils so beibehalten.

Vielleicht seid Ihr ja dabei und sendet mir bis Ende März 2020 eine Anfrage. Maximal 12 Teilnehmer können mitkommen auf die Tour. Ich freue mich schon auf euch!

In diesem Sinne, PURA VIDA und ein gutes 2020!!

Saludos Stefan

Tip bei den Fotos: Wenn Ihr die jeweiligen Fotos beim Scrollen immer mal wieder anklickt, erscheint der dazu gehörige Text oben.

Zahlreiche Fotos zu meinen Reisen 2017 & 2018 zu den Tropica Verde Schutzprojekten und in die Regenwälder Costa Ricas findet ihr unter https://www.faunity.ch/category/regenwald-schutz-costa-rica/

Viel Spass beim Lesen, Betrachten und Stöbern!

Stefan